4 Tipps

um Ihr Honorar erhöhen zu können!

Autor: Georg Rossek
Titelbild: Honorar erhöhen

Ein Honorar erhöhen zu können, ist meist ein schwieriges Unterfangen. Es würde sich doch gut anfühlen, endlich angemessen bezahlt zu werden. Stimmt‘s? Die Gründungsjahre sind vorbei oder Sie bieten einfach einen deutlich höheren Mehrwert als die Mitbewerber? Prima, dann wird es Zeit das Honorar zu erhöhen! Nicht selten steht bei Selbstständigen der Gedanke einer Honorarerhöhung schon länger im Raum, als man annehmen könnte. In der Regel beschäftigt man sich sehr oft mit dem Thema, so wirklich umgesetzt wird es jedoch statistisch meist nur alle drei Jahre. Doch warum ist es so unangenehm, die Honorare zu erhöhen? Verschrecke ich damit Neukunden, sind die Kunden aus meiner Branche bereit, diese Veränderung mitzugehen und, wie erkläre ich es meinen bestehenden Kunden?

Honorar erhöhen
 

Noch heute das eigene Honorar erhöhen!

Der Artikel richtet sich, wie Sie wahrscheinlich schon an der Überschrift erkennen können, an Unternehmer, welche Honorarnoten legen. In der Regel sind das Dienstleister, wie Berater, Coaches und Trainer. Aber auch ein Architekt, Steuerberater und Friseur kann Honorarnoten legen. Bei Unternehmen aus dem Handel empfehlen wir den Artikel zum Thema Preise erhöhen.

Das Honorar bzw. die Honorarnote wird meist gestellt, wenn man eine Leistung erbracht hat. Wenn man die Preise von Produkten erhöhen möchte, spielen ähnliche, aber im Grundsatz andere Werte eine Rolle. Wenn ein neues Designer-T-Shirt nun 37,99 € statt 39,95 € kostet, wird das in der Regel keinen Kunden abschrecken. Es handelt sich jedoch um eine Preiserhöhung, die nicht ganz unwesentlich ist, denn in diesem Beispiel generiert man mehr als 5 % mehr Umsatz! Bei 100 verkauften Shirts im Jahr sind das immerhin knapp 200 €. Hat man nun nicht nur ein Shirt im Sortiment, sondern eine ganze Produktauswahl, lohnt sich eine Preisanpassung auf jeden Fall. Schließlich ist jede Anpassung für Sie ein Mehrumsatz. Achtgeben sollte man bei leicht vergleichbaren Produkten, wie Elektronikwaren oder Markenartikeln. Hier sind die Preisgiganten aus dem Internet fast immer billiger. Teurer zu sein als im Internet, kann langfristig zu einer Herausforderung werden.

Das Beispiel mit der Skihütte

Wenn die Preise deutlich überhöht sind, man dies jedoch rechtfertigen kann, ist es für den Kunden okay. Auf einem sehr hohen Berg befindet sich eine Skihütte, welche Speisen und Getränke anbietet, die man eben aus einer typischen Skihütte kennt. Auf einer Tafel beim Eingang steht sehr groß und klar, warum diese Hütte die Preise auf der Rechnung hat.

Die Hütte war sogar so frei, die Preise um bis zu 30 % höher, als auf einer gewöhnlichen Skihütte, zu setzen. Warum das so ist, war ganz klar beschrieben: „Liebe Gäste es tut uns sehr leid, teurer zu sein, als auf Skihütten gewohnt. Leider sind wir so weit abgelegen, dass es in diesem Gebiet keinerlei Lift oder Transportmöglichkeiten außer unser Schneemobile, gibt und diese müssen finanziert werden. Lasst es euch trotzdem schmecken, wir ermöglichen es euch.“

Nicht lange diskutieren, einfach Honorar erhöhen!

Bei der Erhöhung von Honoraren sollte es wie in den oben erwähnten Beispielen eine klare Begründung geben. Schließlich wäre es auch ganz fein, wenn der Friseur, welcher 100 € für einen Haarschnitt verlangt, auch deutlich besser ist, als der Friseur welcher nur 9,50 € für die gleiche Dienstleistung nimmt.

Was bedeutet das für mich als Dienstleister?

Hier gibt es vier einfach umzusetzende Tipps, um noch heute das Honorar erhöhen zu können.

  1. Seien Sie besser, als alle anderen und stehen Sie auch dazu!
    Bieten Sie eine Methode oder Strategie an, die andere nicht kennen? Sind Leistungen für Sie Standard, wo andere Mitbewerber einen Aufschlag verrechnen? Sind Sie Grafiker und ändern Ihre Leistung so oft und ohne Aufpreis, bis der Kunde zufrieden ist? Gehen Sie damit raus und schreiben es künftig auf Ihre Fahne! Die Welt darf ruhig wissen, dass Sie anders sind.

  2. Teuer muss besser sein als billig.
    Das Beispiel des Friseurs trifft es auf den Punkt. Wem würde man eher vertrauen, wenn man auf eine Hochzeit geht, dem Friseur, welcher 50 € für einen Damenschnitt mit Styling verrechnet oder dem, der 300 € verrechnet? Am großen Tag vertraut man vermutlich dem für 300 € oder jemanden dazwischen. Sie stehen vor Gericht und möchten bestens vertreten werden, da Sie unschuldig sind? Darf es der Rechtanwalt mit einem Stundenhonorar von 95 € oder der Rechtsanwalt mit einem Stundenhonorar von 395 € sein? Teurer ist meist auch besser und das ist gut so.

  3. Verpacken Sie es anders als die anderen.
    Sie sind Änderungsschneider und bieten maßgeschneiderte Hemden für umgerechnet 1,50 € pro Tag an? Ihr Angebot: „Bei mir bekommen Sie pro Quartal ein neues maßgeschneidertes Herrenhemd um nur 1,50 € pro Tag!“ Das hört sich doch attraktiver an als „: Maßgeschneidertes Hemd um nur 137 €* (Preis nur gültig bei Kauf von vier Hemden pro Jahr)„. Oder? Dass Sie durch diese Strategie nicht nur einen um 50 % höheren Umsatz haben, sondern auch weniger Arbeit als der Mitbewerb, fällt nicht auf. Was hört sich deiner Ansicht nach besser an?

  4. Werden Sie niemals billiger!
    Der wichtigste Tipp zum Schluss. Egal, was passiert oder wie schlecht es Ihnen geht, werden Sie niemals billiger. Stellen Sie sich vor, der Luxusuhrenhersteller Rolex bietet im Dezember -40 % auf alle lagernden Modelle an. Wissen Sie, was das bedeutet? Die Glaubwürdigkeit und vor allem der Luxus wären mit einem Schlag dahin. Die Marke würde sich damit ihr eigenes Grab schaufeln. Doch warum ist das nur bei großen Luxusfirmen so? Ist es nicht, es gilt auch für Ihr eigenes Unternehmen. Egal was passiert, Worte wie Rabatte, Aktionen oder Preisnachlass sollte man als Preisexperte im eigenen Geschäft nicht kennen.

Wir hoffen, wir haben mit diesem Artikel den einen oder anderen Knoten gelöst und sind schon gespannt, welche Tipps Sie umsetzen werden.

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