Vier Fallen und Sünden

in der eigenen Buchhaltung

Autor: Georg Rossek
Titelbild: Vier Fallen und Sünden

Im letzten Blogartikel wurden die ersten drei Buchhaltungssünden bzw. Fallen im Umgang mit der Buchhaltung aufgezählt, in die man tappen kann und welche davon man vermeiden sollte.

Wie bereits im vergangenen Artikel beschrieben, hat man als Gewerbetreibender viele Themen und Aufgaben zu erfüllen, die einen manchmal dazu verleiten können, manche Dinge halbherzig zu machen. In der Regel passieren bei den halbherzigen Angelegenheiten die meisten Fehler, welche man vermeiden sollte. Welche Themen das bei der eigenen Buchhaltung sein können und welche sieben Sünden es gibt, erfährt man jetzt.

Hier geht es zu den ersten drei Sünden, die man im Umgang mit der Buchhaltung dringend vermeiden sollte.

Vier Fallen und Sünden
 

Weitere vier Fehler und Sünden, die man in der Buchhaltung häufig vorfindet

Die ersten drei Sünden, welche man häufig vorfindet, kurz zusammengefasst.

  1. Die Buchhaltung – Eine Buchhaltung mit vielen Lücken und fehlenden Belegen.
  2. „Das kann in die Buchhaltung“ – Der goldene Kugelschreiber und der handgeknüpfte Perserteppich, Gegenstände, welche eigentlich privat verwendet werden.
  3. Thermopapier kopieren – Sofern man einen Beleg nur einmal benötigen würde, was in den meisten Fällen leider nicht der Fall ist, wäre es egal. Da man aber immer mal wieder nach einem Beleg sucht, ist es sinnvoll, diesen Beleg, sofern er auf Thermopapier gedruckt ist, zu kopieren, damit die suchende oder nachbearbeitende Person nicht einen vollflächig geschwärzten Beleg vorfindet.

    Mehr dazu unter

  4. Nicht nach Checklisten zu arbeiten

    „Frau/Herr, bitte reichen Sie uns die fehlenden Belege Muster 1, Muster 2 und Muster 3 nach.“ Kennt man Rückmeldungen von Buchhaltern oder Steuerberatern wie diese, arbeitet man vermutlich ohne Checklisten. Eine Checkliste kann den Prozess nicht nur vereinfachen, sondern auch deutlich beschleunigen. Was ist zu tun, wenn man die Buchhaltung zu erledigen hat, welche Belege von welchen Firmen sind anzufordern, gibt es zu jeder Spesenabrechnung alle Belege, etc.? Arbeitet man nicht nach solchen Checklisten, kann es vorkommen, dass einmal die Handyrechnung vergessen wird, einmal der Beleg vom Kaffeehausbesuch mit dem potenziellen neuen Kunden, oder es wird einmal vergessen, den Beleg für die Softwarelizenz zu verarbeiten.

  5. Betrug

    Wie bereits in Punkt 2. erwähnt, empfiehlt es sich nicht, Anschaffungen in die Buchhaltung zu nehmen und damit zu spekulieren, ob dieser Beleg bei einer Prüfung gestrichen wird oder akzeptiert wird. Schlimmer als das ist jedoch der vorsätzliche Betrug. Leistungen und Produkte, welche nie geliefert wurden, Belege, welche eine Gutschrift enthalten haben, trotzdem in der Buchhaltung zu verrechnen, oder abgesprochene Geldtransaktionen, welche nur dazu dienen sollen, Geld von A nach B zu transferieren. Wer sich auf diesen Weg begibt, spielt mit dem Feuer. Finger weg von solchen Versuchungen oder Gefallen, um die man gebeten wird.

  6. Private Zahlungen mit Firmenzahlungen vermischen

    Bankkonten gibt es mittlerweile sogar kostenfrei. Berufliches von Privatem zu trennen ist wirklich empfehlenswert. Es sollte daher im Idealfall eine private Kreditkarte und ein privates Bankkonto geben, sowie ein Firmenkonto mit einer Firmenkreditkarte.

    Nicht nur, dass die Art und Weise abzurechnen mit der Zeit immer komplexer wird, auch das Offenlegen von privaten Transaktionen wird bei möglichen Prüfungen bei dem einen oder anderen Gewerbetreibenden besonders spannend. Daher sollte man private und geschäftliche Rechnungen und Belege schon im Vorfeld oder für die Zukunft trennen.

  7. Überdurchschnittliche Barentnahmen

    Mehr zu nehmen, als einem laut Controlling zusteht, kann eine Zeit lang gut gehen, aber auf Dauer gerne einmal ins Auge gehen. Eine stabil kalkulierte Liquidität ist das A und O eines vorbildlichen Gewerbetreibenden. Es empfiehlt sich daher, nur Auszahlungen in definierten und kalkulierten Höhen zu tätigen.

Wir hoffen mit diesen Tipps auf ein paar wichtige Themen aufmerksam zu machen und optimieren kann man schließlich in der Regel immer.

Hier ein weiterer interessanter Artikel zum Thema: Zeiterfassung und Dokumentation

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