Steuern

welche unser Leben als Unternehmer beeinflussen!

Autor: Alexander Kollin  |  Titelbild: Steuereinfluss für Unternehmen |  Steuereinfluss für Unternehmen
Steuereinfluss für Unternehmen

Überall, wo man nur hinsieht und mit Geld hantiert, ist oder war man mit Steuern konfrontiert. 20 % Umsatzsteuer hier, 10 % Mehrwertsteuer da und Differenzbesteuerung dort.
Des einen Leid ist des anderen Freud., Doch das, was der Gesetzgeber vorgibt, ist nun einmal Stand der Dinge. Sich ein Leben lang gekonnt durchzuschlängeln und nie großartig Steuern zahlen zu müssen, ist für den einen ein einfaches Unterfangen und für den anderen teilweise nicht umsetzbar.
Doch welche Steuern beeinflussen unser Leben als Unternehmer am meisten und welches sind einfach umzusetzende und legale Steuertricks?

Diese Steuern beeinflussen jeden Unternehmer

Haben Sie schon einmal eine Steuernachzahlung erlebt? Es trifft nicht viele, doch wenn es jemanden trifft, ist es meist eine nicht ganz so angenehme Situation. Unternehmer sind kaum noch liquide und haben ein finanzielles Polster zur Sicherheit auf der Seite. Dabei sind das Hantieren mit Geld und das Zahlen von Steuern nicht ganz so komplex, wie es scheint. Theorie und Praxis gehen hier gerne einmal getrennte Wege.
Speziell beim Thema der Liebhaberei ist es doch theoretisch ganz einfach zu verstehen, dass man innerhalb der ersten Jahre bereits Gewinne erzielen muss. Der Blick in die Praxis zeigt jedoch sehr oft, dass bereits in diesem frühen Stadium einige Unternehmen rein rechnerisch, finanziell tot sind.

Der eine Unternehmer-Trick, mit dem in 90 % aller Fälle nichts schiefgehen kann

Kontaktiert man zehn verschiedene Unternehmensberater oder Steuerberater, wird man sicherlich zehn verschiedene Meinungen zum Thema Steuerkalkulation erhalten. Im Grundsatz sind die Denkmodelle der Betriebswirtschaftsexperten jedoch gleich.

Der Trick, um keine böse Überraschung bei der Steuer zu erleben.
Bevor man den Trick beherzigt, gibt es ein paar Basics, die man wissen sollte. Wenn ich als Tischler einen Tisch um 1.200 € brutto verkaufe, habe ich einen Nettoerlös von 1.000 €. 200 € der 1.200 € sind an Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer zu entrichten.
Je nachdem, wie viele Tische ich nun pro Jahr verkaufe, habe ich auch eine Einkommenssteuer zu bezahlen. Diese beträgt jedoch maximal 55 % meines Nettoerlöses. Die Einkommenssteuer ist davon abhängig, wie viel Umsatz ich pro Jahr erwirtschafte.
Wenn ich nun vom verkauften Tisch, welcher 1.200 € brutto gekostet hat, 200 € (Umsatzsteuer) und 550 € (55 % des Nettoerlöses / Höchstgrenze der Einkommenssteuer in Österreich) auf dem Firmenkonto liegen lasse, sollten das 750 € sein. Wenn man diese 750 € nicht angreift und nur für steuerliche Zahlungen verwendet, ist man lt. Statistik immer sicher unterwegs und wird kein böses Erwachen seitens der Steuer erleben.

Warum es vielen Unternehmern trotz dieses Steuertricks bei steuerlichen Zahlungsaufforderungen seitens des Gesetzgebers nicht gut geht?

Der Grund liegt meist auf der Hand und kann von verschiedensten Masseverwaltern in Konkursfällen bestätigt werden. In einem Beispiel lässt sich die Situation gut erklären. Bin ich ein Bauer, säe fleißig und kümmere mich um meine Aussaat, werde ich eine ertragreiche Ernte haben. Möchte man als Bauer bereits ernten, bevor man überhaupt gesät hat, bedeutet dies den Ausfall der Ernte und somit des Ernteertrags. Übersetzt in die Privatwirtschaft ist eine ausfallende Erntezeit meist der finanzielle Tod eines jeden Unternehmers.

Was passiert mit den Steuerpflichten, wenn ich nicht mehr Unternehmer bin?

Jeder zweite Gewerbetreibende entschließt sich innerhalb der ersten drei Jahre, wieder ins Angestelltenverhältnis zu wechseln. Doch was passiert mit meinen steuerlichen Verpflichtungen als ehemaliger Unternehmer? In diesem Fall verfallen sämtliche steuerliche Verpflichtungen nach spätestens zehn Jahren. Innerhalb der letzten zehn Jahre fällig gewordene Zahlungen sind wie gewohnt zu entrichten.

 
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