Sozialversicherung für Unternehmer

Autor: Georg Rossek
Titelbild: Sozialversicherung für Unternehmer

Die Sozialversicherung in Österreich ist so konzipiert, dass sie sich selbst organisiert. Das sieht so aus: Es werden Vertreter eines gesetzlichen Verbands in die einzelnen Organe des Sozialversicherungsträgers gesendet. Die Geschäfte der Sozialversicherung können diese auf eigene Verantwortung führen, werden aber kontinuierlich von einer staatlichen Aufsichtsbehörde kontrolliert.

Sozialversicherung für Unternehmer
 

Die Sozialversicherung - Pflichtversicherung für Unternehmer in Österreich

In Österreich sind alle Sozialversicherungsträger dem Hauptverband untergeordnet. Dieser teilt jedem Unternehmen auch dessen Sozialversicherungsnummern zu.
Um die Leistungszahlen aufrechtzuerhalten, ist jeder Unternehmer in Österreich durch das Gesetz verpflichtet, sich zu versichern. Die Unternehmer werden dann im Gegenzug in Form von Pensionen oder Krankengeldern an die Versicherungsnehmer ausbezahlt. Die Sozialversicherung ist zudem über die Versicherungsleistungen hinaus auch für die Sicherheitsberatung, Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation ihrer Mitglieder zuständig.
Die Unternehmer müssen sich nicht unbedingt in allen Abschnitten der Sozialversicherung versichern. Es können auch nur Teilversicherungen abgeschlossen werden, wie zum Beispiel eine Unfallversicherung. Von einer Vollversicherung spricht man, wenn alle Leistungszweige versicherungstechnisch auf Pflichtbasis abgedeckt sind.
Im Folgenden soll erläutert werden, welche Versicherungen innerhalb der SVA abgeschlossen werden müssen und können:

Krankenversicherung – Was deckt die Sozialversicherung ab?

Hier werden nicht nur Mutterschaft, sondern auch Krankheiten sowie spontane Arbeitsunfähigkeit in Folge einer Erkrankung versichert. Die Erbringung der Leistung kann dann sowohl in Geld- als auch in Sachleistungen erfolgen. Ersteres umfasst zum Beispiel Wochen- oder Krankengeld, wobei bei Zweitem eine häusliche oder stationäre Pflege im Vordergrund steht.
Die Krankenversicherung zählt zu den Pflichtversicherungen. Unternehmer und Selbstständige können sie jedoch nicht frei wählen, sondern sind automatisch bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft – kurz SVA – kranken-, unfall- und rentenversichert. Anders als bei den gesetzlichen Krankenkassen wird bei der SVA im Falle einer ambulanten Behandlung 20 % als Selbstbehalt fällig, für den der Unternehmer wie andere Ausgaben, aufkommen muss. Dafür erhält er aber auch weitaus mehr Leistungen als der gesetzlich Versicherte.

Sozialversicherung für Unternehmer – Unfallversicherung

Zusätzlich kann jeder Unternehmer noch verschiedene private Zusatzversicherungen zu den Pflichtversicherungen für zusätzliche Absicherungen in verschiedenen Leistungen abschließen. Hierzu zählt die Unfallversicherung, die im Falle eines Arbeitsunfalls oder einer beruflich bedingten Erkrankung in Kraft tritt.
Wie auch bei der Krankenversicherung kann Unterstützung in diesem Fall entweder als Sach- oder als Geldleistung erbracht werden. Geldleistungen äußern sich hier meist in Form von Unfallrenten, wobei diese nur gezahlt werden, wenn sich der Unfall auf dem Arbeitsweg oder während der Ausübung der beruflichen Tätigkeit zugetragen hat. Für Unfälle in der Freizeit, nach denen der Unternehmer mit Invalidität zu kämpfen hat, werden keine Zahlungen geleistet.

Sozialversicherung für Unternehmer - Pensionsversicherung

Jeder Unternehmer sollte eine Pensionsversicherung abschließen, denn bei dieser sind die Versicherungsfälle des Todes und Alters abgedeckt. Diese tritt aber auch bei verminderter Arbeitsfähigkeit oder kompletter Erwerbsunfähigkeit ein und übernimmt Rehabilitationsleistungen. Vor allem werden bei dieser Versicherungsart Geldleistungen in Form von Pensionen ausgeschüttet.
Folgende Fragen werden im Zusammenhang mit der SVA häufig gestellt:

Die Bedeutung der Sozialversicherung für Unternehmer in Österreich?

Jeder Unternehmer in Österreich muss sich, wie oben schon erwähnt, in der SVA der gewerblichen Wirtschaft versichern. Hier fallen von den erwirtschafteten Erträgen Abgaben an, die Sie bei Ihrer Sozialversicherung erfragen können. Etwas anders sieht es bei Jungunternehmern aus, die innerhalb der ersten drei Jahre in den Genuss von Sonderregelungen kommen. Monatlich müssen sie mindestens 140,63 EURO an die SVA zahlen. Erst nach Ablauf der drei Jahre wird der zu zahlende Beitrag basierend auf dem Einkommenssteuerbescheid endgültig festgesetzt.

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