Preise erhöhen

Vorlage

Autor: Georg Rossek
Titelbild: Preise erhöhen - Vorlage

Vorweg, in diesem Artikel bekommt man definitiv keine kopierbare Vorlage, um zu erfahren, wie man dem Kunden eine Preiserhöhung kommuniziert! In diesem Artikel erfährt man jedoch etwas sehr Wichtiges für den Fall, dass man Preise erhöhen möchte und im Internet auf der Suche nach einer geeigneten Vorlage ist bzw. nicht genau weiß, wie man das seinen Kunden kommunizieren kann. Preise zu erhöhen kann von Fall zu Fall ein sehr heikles Thema sein, weshalb man mit sehr viel Fingerspitzengefühl vorgehen sollte. In dieser Situation ist es für Unternehmer deshalb umso wichtiger, die Regel mit dem goldenen Ei zu kennen!

Preise erhöhen Vorlage
 

Preise erhöhen, ohne die „goldene Ei Regel“ zu kennen

Sprichwörter und Redewendungen zu kennen, ist im Grundsatz sehr nett, aber in den selteneren Fällen beruflich wichtig. Welche Metapher bei Diskussionen zu Preiserhöhungen immer wieder erwähnt wird, ist die mit dem goldenen Ei. Von dem goldenen Ei Problem, gibt es mittlerweile viele Varianten und Erzählungen, die im Grunde jedoch immer auf einem gemeinsamen Nenner münden.

Das goldene Ei

„Sich selbst den Wohlstand zu entziehen“

...ist bei der Preismetapher das Endresultat bzw. die daraus resultierende Angst.

Es gab einmal einen Bauern, der eine Henne hatte, welche jeden Tag ein Ei aus purem Gold legte. Der Bauer war unglaublich froh, eine solche Henne zu haben. Eines Tages entschloss sich der Bauer in seiner Naivität, die Henne zu schlachten, um auf einmal an alle goldenen Eier der Henne zu kommen. Was der Bauer jedoch auffand, stimme ihn überhaupt nicht glücklich, denn er fand darin keine goldenen Eier, brachte aber dabei die Henne mit dieser Gabe um.

Vermutlich ist diese Geschichte eine überspitzt formulierte Version auf Basis der von Jean de La Fontaine erdachten Geschichte, welche jedoch am Ende aussagen soll, dass man enorm vorsichtig mit seinen Hennen, welche die Eigenschaft haben, goldene Eier zu legen, umgehen sollte. Diese Geschichte wird oft von Trainern und Beratern erzählt, wenn es um das Thema Preiserhöhung geht. Man sollte Preiserhöhung mit Feingefühl behandeln, ohne dass bei diesem Prozess die Henne/der Kunde stirbt/kündigt.

Wie kann man die Preise sonst erhöhen?

Vom Preisexperten Roman Kmenta http://www.romankmenta.com gibt es für Unternehmer, welche genau in dieser Situation stecken, vier sehr wertvolle Tipps:

  1. Psychologische Zahlentricks anwenden

    Ist eine Preiserhöhung wirklich notwendig, kann man Zahlenfreiräume nutzen, welche kaum auffallen, wie zum Beispiel eine Erhöhung von 37,00 € auf 39,90 € oder von 21 € auf 24,95 €. Das mag nicht viel erscheinen, aber durch solche Tricks fällt die Erhöhung nicht bewusst auf, fällt eher weniger ins Gewicht und man kann auf diesem Weg auf Dauer und mit der Masse eine schöne Erhöhung bewerkstelligen.

  2. Umsatz erhöhen

    Nicht immer muss es eine Preiserhöhung sein. Auch durch das reine Kommunizieren von bevorstehenden Preiserhöhungen kann man den Umsatz fördern. Beispielsweise ist für Produkt A eine Preiserhöhung von 19 % vorgesehen. Da die Kunden jedoch oberste Priorität haben, gibt es dieses Produkt für Stammkunden noch drei Monate zum alten Preis. Auf diese und ähnliche Weise kann man seinen Umsatz enorm erhöhen.

  3. Neue Produkte

    Bei den wahren Marketingprofis kommt es immer wieder vor, dass es keine Preiserhöhung gibt, sondern, dass ein Zusatzprodukt oder eine breitere und ein wenig teurere Dienstleistung hinzukommt und das alte Produkt ablöst. Dadurch hat der Kunde das Gefühl, ein besseres Produkt zu bekommen, obwohl ihm durch dieses Vorgehen einfach nur ein größeres Produkt verkauft wurde.

  4. Das richtige Wording

    Aufgrund vieler Umstände sind wir dazu gezwungen, im neuen Jahr eine Preiserhöhung durchzuführen. Klingt ein wenig streng und hart? Achtet man auf das Wording und verwendet Worte wie Preisanpassung und Preissenkung (es können ja parallel auch andere Produkte preiswerter/günstiger werden), ist es für den Kunden einfacher zu verdauen.

 

Wir hoffen mit diesem Artikel ein paar Tipps geben zu können und empfehlen einen weiteren interessanten Artikel zum Thema:
Die sieben schlimmsten Sünden in der Buchhaltung

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