Gründungstrends Wien 2016

In diesen Berufsgruppen wurde am häufigsten gegründet.

Autor: Georg Rossek
Titelbild: Gründungstrends Wien 2016

Sich selbstständig zu machen ist für viele nach dem Pflichtschulabschluss mittlerweile schon Trendthema Nummer eins. Steve Jobs mit Apple, Elon Musk mit Tesla oder TV-Shows wie 2 Minuten – 2 Millionen bzw. Höhle der Löwen, zeigen, wie einfach es gehen kann. Vom Gründer zum Millionär. Dass die Realität leider anders aussieht, wissen vermutlich noch die wenigstens. Dies zeigt der starke Gründungstrend, welcher auch im Jahr 2016 nicht nachlässt. Doch warum gründen so viele Menschen Unternehmen und in welchen Bereichen sind diese tätig?

Gründungstrends Wien 2016
 

Knapp 25 % aller österreichischen Gründungen finden in Wien statt

Der Trend kennt auch in der Bundeshauptstadt Österreichs keinen Halt. Im vergangenen Jahr haben im schönen Wien 22 % aller Gründungen Österreichs stattgefunden. Das ist wiederum ein Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Doch in welchen Fachgruppen und Sparten wurde am häufigsten gegründet?

Bei ca. 8.900 Wiener Gründungen im Jahr 2016 sind folgende Top 5 Branchen ersichtlich: Vor genau drei Jahren waren es im Vergleich noch 500 Gründungen pro Jahr weniger.

  1. Platz 1 mit ca. 1.630 Gründungen ist die Personenberatung und Personenbetreuung.
  2. Platz 2 ist mit ca. 750 Gründungen die Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (Informationstechnologie).
  3. Platz 3 macht die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation mit knapp 580 Gründungen.
  4. Auf Platz 4 findet sich die Gastronomie mit ca. 370 Gründungen.
  5. Den fünften Platz der Top 5 Platzierung halten die persönliches Dienstleister mit ca. 320 Gewerbeberechtigungen.

Gerundete Werte auf Angaben der Wirtschaftskammer Wien 1010.
www.wko.at/wien

Gründen, um zu scheitern?

Sich endlich von den Fesseln befreien

Endlich aus dem Hamsterrad ausbrechen

Endlich der eigene Herr werden

Nie wieder für jemanden buckeln

Sprüche wie diese kennen vermutlich viele Gründer. Dass die Gründung des eigenen Unternehmens jedoch nicht bedeutet, schnell reich zu werden, ist vielen Gründern nicht bewusst.

Mittlerweile scheitert leider bereits jede zweite Gründung. Die meisten Rückgänge in eine Arbeitslosigkeit oder wieder in ein Angestelltenverhältnis gibt es bereits im ersten Gründungsjahr. Die größten Schwierigkeiten haben Unternehmen dabei, das erste Jahr zu überstehen sowie das dritte Jahr und das fünfte Jahr zu meistern. Laut Statistiken gibt es dann sogar noch einmal im zehnten Jahr der Selbstständigkeit einen Rückgang aller Gründungen. Wer das zehnte Jahr und die Jahre danach meistert, ist lt. Angaben des Gründerservice der WKO bereits im sicheren und stabilen Bereich. Sozusagen sind es die verflixten 1,3,5 und 10 Jahre.

Was sind die häufigsten Gründe, aus denen die meisten Gewerbeberechtigungen ruhend gelegt oder gelöscht werden?

Laut einer Umfrage gibt es bei den ehemaligen Gründern folgende Gründe, welche dazu geführt haben, sich wieder bei Unternehmen zu bewerben, um wieder als unselbstständiger Angestellter zu arbeiten.

Geld – Bei mehr als der Hälfte aller Befragten lag die Begründung beim Geld. Steuerzahlungen, Vorauszahlungen und die Kosten der Sozialversicherung machen bei Gründern, welche umsatzseitig nicht in eine Wachstumsphase kommen, enormen Druck.

Unsicherheit – Die stetig vorhandene Projekt- und Auftragsunsicherheit ist für viele Gründer ein besonders spannendes Thema, um es harmlos auszudrücken. Besonders bei hohen Fixkosten, wie beispielsweise durch zu bezahlende Mitarbeiter, kann der monatliche Druck gerne einmal überhandnehmen.

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