Extra Versandkosten

verrechnen oder in den Preis inkludieren?

Autor: Georg Rossek
Titelbild: Versandkosten verrechnen

Als Freelancer, Entscheidungsträger in einer Abteilung und allgemein als Unternehmer hat man sehr viele Entscheidungen zu treffen. Nicht immer ist es einfach, die richtige Entscheidung zu treffen. Das Wichtigste vorab. Der erste Erfolg ist schon einmal, eine Entscheidung zu treffen. Denn keine Entscheidung zu treffen und ein Thema offen zu lassen, ist auch eine Entscheidung. In diesem Blogartikel möchten wir euch unsere Erfahrungen, unsere Beobachtungen und Meinungen zum Thema Versandkosten näherbringen.

Versandkosten verrechnen
 

Wann fällt es negativ auf, wenn Versandkosten verrechnet werden?

Der Zeitpunkt, an dem die Versandkosten auffallen bzw. man diese wirklich infrage stellt und wann diese als selbstverständlich betrachtet werden, zeigen wir hier. Wenn man mit seiner Unternehmung, egal ob als Dienstleister, welcher auch Waren versendet oder als reiner Versandhändler, Waren versendet, wird man mit dem Thema Versandkosten schon einmal konfrontiert gewesen sein.

Wissen Sie, wie viel wir einnehmen könnten,

wenn wir die Versandkosten verrechnen würden?

Kommt dir dieser Satz bekannt vor und hast du ihn vielleicht selbst schon einmal formuliert bzw. jemanden anderen damit konfrontiert? Viele Rechnungsprogramme bieten die Funktion „Versandkosten“ bereits an, aber macht es auch wirklich Sinn, diese Funktion zu nützen oder sollte man den Kunden diesen Aufwand schenken?

Drei Modelle, wie man mit den Versandkosten umgehen kann

Versandkosten verrechnen

Wir versuchen, unsere Sichtweise und Erfahrungen, in einem Beispiel zu verpacken.

Wenn man im Elektronik-Handel tätig ist, wo es wirklich auf jeden Euro ankommt und es in der Regel nur zu einer Kaufentscheidung kommt, wenn man günstiger ist als jemand anderer, ist es verständlich und auch akzeptiert, wenn man bei einer Versandoption, für die Versandkosten ebenso aufkommen muss. Ähnlich wird es auch bei einem freiberuflichen Grafikbüro sein, welches seine Dienstleistung und Druckerzeugnisse voneinander getrennt verrechnet. Hier ist einerseits die Dienstleistung zu beachten, aber die preislich vergleichbaren Druckerzeugnisse werden bei Versand in der Regel auch mit Versandkosten verrechnet. Wieder ein Fall, wo es gewerbetreibend verständlich ist, dass man die tatsächlich anfallenden Kosten auch dem Kunden verrechnet.

Versandkosten nicht verrechnen

Wann würdest du dir denken oder besser ausgedrückt, wo würde dir auffallen, wenn Versandkosten verrechnet werden, obwohl man meinen könnte, dass diese inkludiert sind?

Schon einmal in einer Boutique gewesen und ein etwas kostspieligeres Produkt erworben oder eine individuell gefertigte und kostspieligere Ware bezogen? In diesen Fällen würde es negativ auffallen, wenn die Versandkosten gesondert verrechnet werden würden, da man sich als Kunde erwartet, dass dieser kleine Preis ruhig inkludiert sein darf. Um es in einem Extrembeispiel noch einmal zu verdeutlichen. Wenn man sich eine Luxusuhr kauft, diese nicht lagernd ist und den direkten Versand nach Hause wünscht, würde es für den Geschäftsbetreiber nicht gut aussehen, wenn er den Endkunden auch für die Versandkosten zur Kasse bittet.

Versandkosten nicht verrechnen, aber den Kunden darauf aufmerksam machen

Natürlich gibt es auch Situationen, in denen es aus Gründen der Kundenbindung sehr wertvoll sein kann, Versandkosten zu übernehmen.

Hier macht es von Fall zu Fall auch Sinn, den Kunden darüber zu informieren. Beispielsweise möchte man neue Fenster in der Wohnung haben und bestellt diese über das Internet. Wenn man bei Kaufabschluss die Information erhält, dass die Speditions- bzw. Versandkosten für den Kunden übernommen wurden, hat dies sehr viel mit Wertschätzung zu tun und macht den Kunden zu einem glücklichen Kunden. Nun stehen auch die Chancen gut, dass dieser dieses Unternehmen nicht nur positiv in Erinnerung behält, sondern dieses auch weiterempfiehlt.

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