Die sieben schlimmsten Sünden in der Buchhaltung

Darauf sollte man in der Selbstständigkeit verzichten.

Autor: Georg Rossek
Titelbild: Sünden in der Buchhaltung

Unabhängig in welcher Branche oder welchem Bezirk man tätig ist, eine Aufgabe, und zwar die Buchhaltung, stößt fast jedem Gewerbetreibenden immer wieder negativ auf. Bekanntlich macht man das, was man besonders gerne macht, auch besonders gut. Das bedeutet, was man eher ungern macht, macht man in der Regel auch mit weniger Passion und somit weniger gut. Die Buchhaltung und Steuern sind jedoch sehr wichtig und sollten niemals unorganisiert oder chaotisch gehandhabt werden.

Die sieben schlimmsten Sünden in der Buchhaltung
 

In vielen Unternehmen ist die Buchhaltung sogar das einzige Instrument, um ein Controlling durchführen zu können. Noch wichtiger ist es also neben dem finanzrechtlichen Thema, auch aus ökonomischer Sicht ein wachsames Auge auf die Buchhaltung zu werfen. Schließlich kann nur ein sehr gut geführtes Controlling Aufschluss über die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens liefern.

Welche sieben Sünden man im Umgang mit der Buchhaltung unbedingt vermeiden sollte, egal wie gern oder ungern man die Buchhaltung macht, erfährt man hier.

Die am häufigsten begangenen, sieben Sünden mit der Buchhaltung

Welche Sünden mit der Buchhaltung am häufigsten begangen werden und wie schlimm diese sind, erfährt man hier:

  1. Die Buchhaltung

    Es mag sich vermutlich banal und selbstverständlich anhören aber, die Buchhaltung ist als Unternehmer verpflichtend. Und genau hier ist die erste Sünde begraben. Keine Buchhaltung zu führen oder diese teilweise fehlerhaft oder mit Lücken zu führen, kann über kurz oder lang leider ins Auge gehen. Interessanterweise werden genau die Betriebe, welche bei der Buchhaltung nachlässig sind, sehr schnell und ganz detailliert geprüft.

    TIPP:Der Tipp vieler Steuerberater ist, erst gar nicht damit anzufangen fehlerhaft zu arbeiten und sich lieber einen regelmäßigen Termin zu setzen, um die Buchhaltung zu prüfen oder selbst durchzuführen. Prüft man diese Aufgabe oder führt diese selbst durch, hat man die wichtigsten Zahlen meist sogar selbst im Blick und kann bei auffälligen Positionen und Belegen rechtzeitig reagieren.

  2. „Das kann in die Buchhaltung“

    Sehr vieles oder um es den häufigsten Fällen gerecht zu beschreiben, fast alles in die Buchhaltung zu geben, kann auf Dauer zum Problem werden. Nicht nur das Controlling wird dadurch erschwert, man verliert auch schnell den Überblick. Andererseits kann es steuerrechtlich sehr schwierig enden. Wenn man nach dem Prinzip „Das kann ruhig in die Buchhaltung und wenn es nicht erlaubt ist, soll es gestrichen werden“ wirtschaftet, kann dies zu einer steuerlichen Nachzahlung führen, die in den seltensten Fällen getilgt werden kann.

    TIPP:Stellen Sie sich selbst die Frage, ob eine Anschaffung wirklich zur Förderung des Geschäftes beiträgt. Wenn dies der Fall ist, macht es Sinn, den Artikel steuerrechtlich zu verbuchen. Sollte es ein Objekt sein, bei dem Unklarheit herrscht, fragen Sie vor der Anschaffung Ihren Buchhalter oder im Idealfall Ihren Steuerberater. Von der goldenen Füllfeder und dem handgeknüpften Perserteppich, der eigentlich zu Hause und nicht in der Ordination liegt, sollte man schon lange Abstand genommen haben. Man sollte niemals vergessen, dass, wenn es zu einer Betriebsprüfung kommt, es wirtschaftliche Prüfer gibt, die schon einiges gesehen haben und dadurch auch schon ein Gefühl entwickelt haben, wer sich welches steuerrechtliche „Schlupfloch“ zugunsten machen möchte.

  3. Thermopapier kopieren

    Wer schon einmal selbst die Buchhaltung gemacht hat und bereits einmal die Belege vergangener Jahre geprüft oder danach gesucht hat, hat sicherlich bemerkt, dass es Belege aus Thermopapier gibt. Diese Belege sind je nach Lagerungsklima spätestens nach fünf bis sieben Jahren durchgeschwärzt und dadurch unleserlich.

    TIPP:Um im Falle einer Prüfung, den Prozess nicht zu erschweren, macht es Sinn, solche Belege im unversehrten Originalzustand zu kopieren und darauf den Beleg aus Thermopapier beispielsweise via Heftklammer anzubringen. Aber nicht nur für Andere erleichtert man dadurch die Arbeit, sondern auch für sich selbst. Möchte man rasch prüfen, welche Summe damals beispielsweise für einen bestimmten Restaurantbesuch mit dem potenziellen Neukunden ausgegeben wurde und diese Belegsumme in der elektronischen Buchhaltung nicht auffindbar ist, kann ein unleserlicher Beleg die Suche erheblich erschweren.

Die anderen vier Sünden folgen im nächsten Blogartikel.

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