Bondrucker oder A4 Drucker, im Geschäft - was kostet mich ein Ausdruck?

Autor: Georg Rossek
Titelbild: Bondrucker oder A4 Drucker
 
Seit der Registrierkassenpflicht, die seit dem 01. Jänner 2016 in Kraft getreten ist, sind sehr viele Betriebe dazu verpflichtet, ihren Kunden eine Rechnung auszudrucken. Einige Betriebe behelfen sich mit herkömmlichen A4 Druckern, andere besitzen A5 Drucker und noch sehr wenige besitzen einen Bondrucker (Gastronomie ausgenommen).

In diesem Blog Artikel möchten wir eine kurze Kostenrechnung als auch einen Betriebskosten-Vergleich aufstellen. Welcher Drucker ist günstiger, welche Vor- als auch Nachteile sollte man bei beiden Druckerlösungen stets im Auge behalten und welcher Drucker empfiehlt sich für welchen Bereich.

 

Bondrucker oder A4 Drucker?

Als Unternehmer macht man bereits einen guten Job, sich aber um Bereiche wie den Rechnungsdrucker kümmern zu müssen, kann sehr zeitintensiv und unangenehm sein. Warum nicht einfach den Standard A4 Bürodrucker nehmen und unter den Tresen / das Verkaufspult stellen? Diese Frage ist grundsätzlich ganz einfach, durch eine Gegenfrage, beantwortet. Wie viele Rechnungen druckt man pro Geschäftstag? Sind es mehr als zehn Rechnungen, dann hat sich diese Frage bereits selbst beantwortet.
Warum das so ist, zeigen wir in einer kurzen Kostenrechnung:

Der A4 Drucker (im Einsatz als Rechnungsdrucker)

Als Testgeräte haben wir für diesen Vergleich insgesamt 16 aktuelle und am häufigsten verkaufte DIN A4 Tintenstrahldrucker (Anschaffungspreis bis 300 €) unter die Lupe genommen. Der effizienteste Drucker kann eine ISO DIN A4 Druckseite (CPP = Costs per Page) bzw. Rechnung um 5,8 Eurocent produzieren. In diesem Beispiel sind die Kosten für Papier und Druckfarbe bereits inkludiert. Platz 16, der am häufigsten verkauften Drucker, produziert Ihre DIN-A4 Rechnung bereits für 19,4 Eurocent.
Unter uns gesagt, haben Sie bei der Neuanschaffung Ihres aktuellen Druckers die tatsächlichen Druckkosten verglichen?

Natürlich muss man hier auch fairerweise dazu sagen, dass es auch die Möglichkeit gibt, sich einen LED oder Laserdrucker anzuschaffen. Auch hier liegen Vergleichswerte für den Druck einer DIN-A4 Rechnungsseite in S/W (Schwarz/Weiß) vor.
Die besten aber auch teuersten Geräte, knapp unter 300 €, sind bereits in der Lage, eine Rechnung für 1-2 Eurocent zu produzieren. Die Wartung und der Stromverbrauch solcher Geräte rechnen sich jedoch meist nur, wenn man wirklich viele Drucke zu produzieren hat.

Der Bondrucker

Bei einem Bondrucker ist es so, dass das Gerät nicht mit Farbe druckt, sondern mit Hitze arbeitet. Die hier verbaute Technologie heißt THERMODRUCK. Durch den Einsatz von Hitze wird das Bonpapier bzw. der Beleg an den gewünschten Stellen geschwärzt. Auf diese Weise entsteht das gewünschte Druckbild. Bei einer Bonlänge von ca. 15 Zentimetern und einer klassischen Bonbreite von 80 mm kostet die Produktion der Rechnung inkl. Bonpapier, je nach Hersteller, ca. 0,003 Eurocent.

Der direkte Vergleich zwischen einem Bondrucker und einem A4 Drucker

Zusammengefasst lässt sich an dieser Stelle ganz klar sagen, dass der Bondrucker die deutlich effizientere Lösung für Personen und Unternehmen ist, die mehr als zehn Rechnungen pro Tag drucken müssen.

Hier der direkte Vergleich

Kosten einer Rechnung bzw. eines Belegs
 
 

Tintenstrahldruck (inkl. Papier) = 5,8 Eurocent / 0,058 € pro Rechnung / 206,48€ pro Jahr
Laserdruck (inkl. Papier) = 1-2 Eurocent / 0,02 € pro Rechnung / 73€ pro Jahr
Bondruck (inkl. Papier) = 0,0011 € pro Rechnung / 10,95€ pro Jahr

= Preis pro Rechnung x 10 Rechnungen am Tag x 365 Tage

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