Amazon-Rechnung auf Firmennamen

So geht man mit Rechnungen von Amazon, eBay, Facebook und Co. um

Autor: Georg Rossek
Titelbild: Amazon-Rechnung auf Firmennamen

Drei Klicks, und das neue Druckerpapier ist bestellt. Dank der mittlerweile extrem einfachen Bestellvorgänge geht das Bestellen von Waren über Amazon oder eBay kinderleicht. Doch darf man Amazon-Rechnungen oder Rechnungen von eBay und Facebook in die Buchhaltung nehmen? In diesem Artikel stellen wir uns diesen Themen und zeigen auf, worauf man achten sollte, wenn man mit Rechnungen dieser Anbieter hantiert und was unter Umständen nicht erlaubt ist.

Amazon-Rechnung auf Firmennamen
 

Die Amazon-Rechnung in die Buchhaltung nehmen?

Mal eben neue Druckerpatronen oder Flipchartstifte nötig? Über Anbieter wie Amazon sind solche Artikel nicht nur extrem einfach und schnell zu bestellen, sondern via Amazon Prime auch schnell geliefert. Doch darf man nun eine solche Rechnung in die Buchhaltung geben?

Hier gibt es drei wichtige Punkte, die man klären sollte, um eine Entscheidung treffen zu können. Bin ich als EPU selbstständig und bestelle über meinen Amazon-Account oder bin ich Angestellter in einem Unternehmen?

Selbstständig

In der Selbstständigkeit als EPU ist das Einbuchen einer Amazon-Rechnung in die Buchhaltung kein Problem, sofern man den Erwerb bzw. die steuerliche Vergütung auch einem Betriebsaufwand zuordnen kann. Überspitzt ausgedrückt, der Scheibenfrostschutzreiniger oder das Katzenfutter sollte nicht in die Buchhaltung, aber das wird vermutlich klar sein. Außer Sie handeln mit Autos und benötigen den Scheibenfrostschutz für Ihre Autos oder besitzen ein Tierheim, wodurch Sie das Katzenfutter benötigen. Da man als EPU agiert, stellt der Rechnungskopf im Fall des Falles kein Problem dar.

Spannender wird es bei der Bezahlung dieser Waren. Möchte man dem Gesetzgeber nicht Tür und Tor öffnen, sollte man private und berufliche Zahlungen durch zwei verschiedene Zahlungsfunktionen klar trennen.

Bedeutet, wenn man die Druckerpatronen für das Büro über die bei Amazon registrierte, private Kreditkarte erwirbt, kann bei einer Betriebsprüfung das Offenlegen des Privatkontos gefordert werden. Eine zeitlich sehr intensive und in der Regel unangenehme Situation, die sich vermeiden ließe.

Bei Amazon gibt es die Möglichkeit, mehrere Zahlungsmöglichkeiten einzubinden, also beispielsweise eine private und eine Firmenkreditkarte. Dadurch umgeht man eine mögliche Beanstandung.

Angestellt

Befindet man sich in einem Angestelltenverhältnis, sollte man nicht nur die Anschaffung seitens des Arbeitgebers freigeben lassen, sondern auch prüfen, wie und ob diese Anschaffung seitens des Arbeitgebers übernommen bzw. ausbezahlt werden kann. In der Regel ist dies durch den abweichenden Rechnungsempfänger (in dem Fall Sie als Privatperson) nicht möglich.

eBay-Rechnungen in der Buchhaltung erlaubt?

Das gleiche Prinzip wie bei Amazon lässt sich auch beim eBay-Anbieter anwenden. Hier sollte man nur stets darauf achten, dass bei der monatlichen eBay-Rechnung keine privaten Verkaufsprovisionen mit in die Rechnung kommen. Also wenn Sie beispielsweise Ihren Familienwagen oder die gebrauchte Küchenzeile verkaufen möchten und eBay dafür eine Verkaufsprovision berechnet, sollte diese Transaktion nicht in der Geschäftsbuchhaltung berücksichtigt werden.

Facebook-Rechnungen in die Buchhaltung geben

Da sich auf der Plattform von Facebook ohnehin nur Geld ausgeben lässt, wenn man beispielsweise einen Beitrag sponsern oder eine Firmenseite mit neuen Gefällt-Mir-Angaben ausstatten möchte, ist der Verdacht auf eine private Nutzung der Werbebudgets in der Regel ausgeschlossen. Aus diesem Grund kann man auch hier, im Falle einer Selbstständigkeit, die Rechnung und Belege der Werbekosten problemlos in die Buchhaltung geben. Auch hier gilt es wieder darauf zu achten, welche Bezahlmöglichkeit hinterlegt ist bzw. die Firmenkreditkarte zu verwenden.

Das Fazit zu den Rechnungen der großen Anbieter

In einem Angestelltenverhältnis sollte man sich immer Freigaben ausstellen lassen und prüfen, ob abweichend ausgestellte Rechnungen möglich sind. Als Selbstständiger sollten Sie darauf achten, die Zahlungsmöglichkeiten von Privatkäufen und beruflichen Anschaffungen trennen zu können. Hält man sich an diese Tipps und kann eine Anschaffung guten Gewissens als Betriebsaufwand argumentieren, steht dem Kauf über Amazon, eBay oder der Werbeausgabe über Facebook, nichts mehr im Wege.

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